Geschichte des Dachdeckens

Vielgestaltig wie seine Erzeugnisse ist auch die Berufsbezeichnung des Spenglers, der im offiziellen Sprachgebrauch Klempner und daneben in Süddeutschland und Österreich auch Blechner oder Flaschner genannt wird.

Über Jahrhunderte und Jahrtausende hat sich die allmähliche Entwicklung der Deckwerkstoffe und Deckarten hingezogen, erst dem 19. Jahrhundert war es dann beschieden, in rascher Reihenfolge die verschiedensten neuen Materialarten und Dachdeckungen hervorzubringen. In Stichworten sieht dieser Kalender etwa so aus:

Zweifellos ist diese Entwicklungsreihe noch lange nicht abgeschlossen. Gerade in den letzten Jahrzehnten kamen mit Erfindung der Kunststoffe eine Vielzahl bis dahin unbekannter Werkstoffe für Dachdichtungsbahnen, Wärmedämmungen, Lichtkuppeln und eine Reihe anderer Erzeugnisse auf den Baumarkt, die zum Teil in völlig neuartiger Bearbeitungs- und Verlegetechnik verwendet werden.Bedingt durch die sich ständig mehrenden Materialarten wird von dem heutigen Dachdecker und Spengler ein wesentlich umfangreicheres Wissen und vielseitigeres Können gefordert, als dies zuvor der Fall war. Das bisher erfolgreiche und bewährte Zusammenspiel von Überlieferung, handwerklichem Können, Wissenschaft und Technik wird sicher auch den künftigen Entwicklungen von Nutzen sein und dazu beitragen, das zeitlose Dach mit der Vielfalt seiner möglichen Formen in traditioneller und moderner Gestaltungsweise meisterlich herzustellen.